...Vom Leiterwagen ...zum Montagekran
....von der Kohle ... bis zur Sonnenernergie
Wenn Dachdeckermeister Rudolf Heidrich im Jahre 1949 zu seiner Kundschaft fuhr, so packte er
sein Material und sein Werkzeug auf einen hölzernen Leiterwagen und
machte sich zu Fuß auf den Weg. Später konnte er sich ein Motorrad mit Anhänger
anschaffen und so auch schwerere Materialien transportieren.

Mit Mut, Fleiß und Gottvertrauen gründete Rudolf Heidrich sen. am 1. September 1949
seinen Dachdeckerbetrieb und baute ihn mit Zuverlässigkeit und guter Arbeit zu einem
leistungsstarken Handwerksbetrieb mit motivierten Mitarbeitern aus. Gut ausgerüstete
Firmenfahrzeuge sowie Materialaufzüge und ein Montagekran steigerten die Leistungsfähigkeit
des Betriebes in den letzten Jahren noch weiter.
In den ersten Jahren waren Lager und Büro in Überruhr. Im Jahre 1981 wurde die
Hoffläche in der Heimstraße zu klein und so zog der Betrieb in die Gebäude der ehemaligen
Zeche Prinz-Wilhelm an der Langenberger Straße um. Zuvor mussten die Gebäude jedoch gr¨ndlich
umgebaut werden. Der Charakter der Klinkermauerfrontseite wurde erhalten, die Räume komplett
renoviert, die Giebelfassade mit einer Schieferbekleidung
geschützt und eine Lagerhalle angebaut.
In der unteren Halle ist auch heute noch ein original Stollenmundloch der alten Zeche Prinz-Wilhelm
aus dem Jahre erhalten. Dadurch entstand die Anregung die Urspr¨ngliche Nutzung des Gebäudes nicht in
Vergessenheit geraten zu lassen. Ein nachgebauter Stollen und eine Kohlenlore erinnern deshalb an die
Geschichte des Hauses und auch an die "alten Zeiten der Region". In einer alten Kohlenschütte vor der
Lagerhalle hat sich ein Ahornbaum selbst gepflanzt und erstaunt jedes Jahr viele Besucher mit seinem
kräftigen Wachstum. Aber auch die Zukunft wird an unserem Firmengebäude verdeutlicht. Im Jahre 1999,
dem Jahredes 50-jährigen Firmenjubiläum wurden auf dem Dach zwei Sonnenenergieanlagen errichtet. Eine
Photovoltaik-Anlage erzeugt Strom,der im Büro und im Lager sofort genutzt wird. Eine Kollektor-Anlage
erzeugt warmes Wasser für die Sozialräume der Mitarbeiter. So ist auch an unserem Firmengebäude die
Weiterentwicklung der Wirtschaft von der Kohle bis zur Sonnenenergie abzulesen.
Im Jahre 1975 trat Rudolf Heidrich jun. in den Betrieb ein und legte nach seiner Lehrzeit zunächst
die Gesellenprüfung und später die Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk ab. Seit 1983 führte er
gemeinsam mit seinem Vater den Betrieb als Geschäftsführer.
Nunmehr ist bereits die 3. Generation der Familie Heidrich in den Betrieb eingestiegen. Die
älteste Tochter von Rudolf Heidrich jun., Ulrika Sohlmann, interessierte sich nach ihrer Ausbildung
zur Industriekauffrau so sehr für den Beruf des Dachdeckers, dass sie nach einer Fachleiterausbildung in
Mayen die Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk ablegte. Seit dem Jahre 2005 führt sie als Geschäftsführerin
mit ihrem Vater den Betrieb.
Durch die Weiterbildung der Mitarbeiter kann die Firma Heidrich heute nicht nur die umfangreichsten
Arbeiten des Dachdeckerhandwerks, sondern auch viele Nebengewerke aus einer Hand ausführen. So konnten wir
in der Vergangenheit viele junge Menschen im Beruf des Dachdeckers ausbilden und auch in unseren Betrieb
einstellen. Zur Zeit arbeiten drei weitere Meister, über 20 Gesellen und 3 Auszubildene in unserem Betrieb.


Nach über 55 Jahren dankt die Firma Heidrich all ihren Kunden, die sie in all den Jahren begleitet und unterstützt haben.
Die ganze Firma Heidrich arbeitet weiter an ihrem Versprechen
"Dachdecker und mehr..." zu sein.